In Kürze

Rekordergebnis

2009 war ein Rekordjahr für die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB). Mit einem Betriebsertrag von CHF 368,7 Mio. (+9,8%) und einem ordentlichen Bruttogewinn von CHF 207,3 Mio. (+12,1%) erzielte sie das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Jahresgewinn stieg um 10,7% auf CHF 106,3 Mio. Die Dividende und die Ausschüttung an den Kanton wurden markant erhöht.

Sehr gutes Zinsengeschäft

Mit CHF 268,3 Mio. liegt der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 7,3% deutlich über dem Vorjahresergebnis. Verantwortlich für das gute Ergebnis sind das starke Wachstum der Ausleihungen, die signifikante Zunahme der Spar- und Anlagegelder sowie eine konsequente Umsetzung der langfristigen ALM-Strategie.

Zunahme der Hypotheken und Kredite für Private und Firmen

Die BLKB hat auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Privat- und Firmenkunden die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Hypothekarforderungen nahmen um 4% auf die neue Rekordhöhe von CHF 13,2 Mia. zu. Und die übrigen Ausleihungen – mehrheitlich ohne Sicherheiten – wuchsen um 19,9% auf CHF 710,7 Mio. Dabei hat die Bank jedoch konsequent an ihrer verantwortungsbewussten Risikopolitik festgehalten.

Starkes Wachstum der Spargelder

Die Spar- und Anlagegelder wuchsen um CHF 1,05 Mia. (15,9%) auf CHF 7,6 Mia. Innerhalb der Sparanlagen hat eine starke Umschichtung von Festgeldern hin zum Sparkonto stattgefunden, da die Festgelder im Umfeld der Nullzinspolitik der Nationalbank nicht mehr verzinst werden konnten.

Leichter Rückgang im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Die Auswirkungen der Finanzkrise waren auch 2009 zu spüren. Insbesondere die Wertschriftentransaktionen waren rückläufig. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm der Erfolg um 1,5% auf CHF 68,0 Mio. ab. Der Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft reduzierte sich um 8,5% auf CHF 53,3 Mio. Hingegen konnte im Kreditgeschäft der Kommissionsertrag auf CHF 2,6 Mio. verdoppelt werden.

Erfolgreiches Handelsgeschäft

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg um 23,2% auf CHF 14,9 Mio. Der Handel profitierte dabei im zweiten Halbjahr von den freundlichen Märkten.

Übriger Erfolg

Der übrige ordentliche Erfolg betrug CHF 17,5 Mio. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen auf den Veräusserungserfolg aus zum Verkauf bestimmten Liegenschaften zurückzuführen.

Kosten im Griff

Auch 2009 blieb die Kostendisziplin gewahrt. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 6,9% auf CHF 161,5 Mio. Der ordentliche Personalaufwand erhöhte sich um 2,8% auf CHF 95,2 Mio., der Sachaufwand nahm um 13,5% auf CHF 66,2 Mio. zu. Dafür verantwortlich ist in erster Linie der vorübergehend erhöhte Aufwand für die auf den 1.Oktober 2010 geplante IT-Migration.

Sanierung Pensionskasse

Der Abschluss 2009 ist geprägt von einem wichtigen Sonderfaktor. Für die Sanierung der Pensionskasse und für die Bildung von Schwankungsreserven wurden entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften CHF 60 Mio. zu Lasten des Personalaufwands zurückgestellt. Der Bruttogewinn inklusive der Rückstellung für die Sanierung der Pensionskasse (FER 16) beträgt damit CHF 147,3 Mio.

Verkauf AAM Privatbank

Der Verkauf der AAM Privatbank führte zu einer Dekonsolidierung mit diversen Anpassungen in der Rechnungslegung. Die Zahlen des Vorjahres wurden zur besseren Vergleichbarkeit nach dem «true and fair»-Prinzip angepasst.

Hohes Eigenkapital

Dank des guten Ergebnisses konnte auch der Eigenkapitaldeckungsgrad weiter erhöht werden. Er liegt bei 216,7%, was einer Tier I von 17,3% entspricht. Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken steht den Banken unter Basel II eine Auswahl verschiedener Ansätze zur Verfügung. Die Basellandschaftliche Kantonalbank verwendet unverändert zum Vorjahr den Schweizer Standardansatz für Kreditrisiken, den Marktrisiko-Standardansatz für Marktrisiken und den Basisindikatoransatz für operationelle Risiken. Seit dem 31. Dezember 2008 ist die Basellandschaftliche Kantonalbank verpflichtet, bestimmte Informationen zur Eigenmittelunterlegung bzw. zur Risikosituation offenzulegen. Dabei publiziert die Bank die Informationen auf ihrer Website www.blkb.ch. Auf Anfrage steht die Offenlegung auch in gedruckter Form zur Verfügung.

Ausschüttung an die Eigentümer

Vom hervorragenden Ergebnis profitieren auch die Eigentümer. Die Dividende pro KBZ wird um CHF 3 auf CHF 33 erhöht. Der Gewinnanteil des Kantons nimmt um CHF 6 Mio. auf CHF 40 Mio. zu. Insgesamt werden an den Kanton CHF 49,2 Mio. ausgeschüttet.